Das Oratorium „Der Tanz ums Goldene Kalb“ wird aus Anlass des 15jährigen Bestehens des Kulturvereins Wirnt von Gräfenberg vom Stöckacher Komponisten Wolfgang Junga in einer Kammerversion uraufgeführt. Das Libretto dazu hat der Gräfenberger Schriftsteller Manfred Schwab verfasst.
Eingebettet in den Lutherbibel-Text des Alten Testaments ( Mose 1 und 3) werden die Goldgier und ihre Folgen in fünf „Leviten“ beispielhaft durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart beleuchtet. Das Leitmotto dazu ist der Gretchen-Ausspruch „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen!“ aus Goethes „Faust“.
Für die Uraufführung in der Gräfenberger Dreieinigkeitskirche hat der Komponist und Chorleiter Wolfgang Junga ein Ensemble aus Instrumentalisten und Gesangssolisten sowie Chormitgliedern aus verschiedenen Laien-Chören zusammengestellt. Beteiligt sind an dem Projekt rund 40 Mitwirkende.
Nach einem Vorspiel, das die Entstehung des Universums vom Urknall bis zur Erschaffung des Menschen musikalisch nachzeichnet, folgt die
Entrate: Mose steigt auf den Berg Sinai (um die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten zu holen).
In der 1. Levite: „Die Goldsucher“ (nach Motiven von Jack London) geht es um die Goldgräber-Stimmung am Yukon River, um Naturzerstörung, Mord und Totschlag.
In der 2. Levite: „Die Goldräuber“ (nach Pater Bartolomäus de las Casas) geht es um die brutale und massenmörderische Goldgier der spanischen Konquistadoren in Südamerika.
In der 3. Levite: „Die Goldmacher“ (nach der Komödie „The Alchemist“ von Ben Jonson 1610) geht es eher komisch zu um die betrügerischen Machenschaften angeblicher Gold-Hersteller.
In der 4. Levite: „Die Goldkrieger“ (nach Upton Sinclair und Peter Maass) werden die blutigen Kriege ums Erdöl, das „Schwarze Gold“, bis in die Gegenwart thematisiert.
In der 5. Levite: „Die Goldhamster“ werden (nach Insider- u. Aussteiger-Berichten) die geld- und goldgierigen pseudo- religiösen Unternehmungen des Sekten-Konzerns „Scientology“ dargestellt.
Im Finale kommt Mose zurück vom Berg Sinai, sieht den Götzen-Tanz ums goldene Kalb der Israeliten und zertrümmert die Gesetzestafeln).
Der Text des Oratoriums kann von den Besuchern der Uraufführung anhand einem kleinen Programmheftes mitgelesen werden.
Veranstaltungsort: Dreieinigkeitskirche Gräfenberg, Kirchplatz 3, 91322 Gräfenberg
Einlass: 18:30
Kontakt: 09192-7203
Karten: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro
Veranstalter: Kulturverein Wirnt von Gräfenberg
Website: http://www.wirntkulturverein.de
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