Blumen begleiten uns symbolisch-rituell durchs Leben, von der Geburt, über verschiedene Lebens- und Jahreskreisfeiern hinaus, bis ans Grab. Wir drücken durch Blumen unsere Wertschätzung und Zuneigung aus oder sprechen auch einmal durch die Blume , wenn wir eine unangenehme Wahrheit schonend oder diskret vermitteln wollen.
Der Naturfreund Felix Müller pflückte in seinen jungen Jahren auf dem Sonntagsspaziergang mit seiner Mutter große Sträuße, denen er sich dann zu Hause malend widmete.
Als Symbolist verwendete Felix Müller Blumen natürlich auch sinnbildlich. So verbindet Müller Kastanienblüten mit Hochzeit und Zeugung. Rosen galten Müller als Symbol der (vergänglichen) Schönheit. Seine wichtigste Symbolblume ist jedoch die Sonnenblume.
Im Sommer 1964 malte er einen großen Sonnenblumenstrauß vor rottonigem Grund. Einige zwischen Birnen und Weintrauben im Vordergrund herabgefallene Blütenblätter deuten schon das Verwelken an, aber auch die Reifezeit der prallen Fruchtstände. Das verschmitzte Gesicht auf dem bauchigen Tongefäß kann sowohl als eine anthropomorphe Anspielung auf den Sommer verstanden werden, als auch auf ein Augenzwinkern des Künstlers selbst, der sich das eine oder andere Mal in der Rolle des griechischen Pan gefiel. Das Gemälde ist eine Schenkung der Berliner Unternehmerin, Bettina Schrenk (www.her-investment.de). In der Ausstellung Müllers Blumen feiert es seine Premiere in der Öffentlichkeit.
Veranstaltungsort: Felix-Müller-Museum, Anton-von-Rotenhanstr. 2, 91077 Neunkirchen a.Br.
Karten: 2,- Euro / ermäßigt 1,- Euro
Veranstalter: Felix-Müller-Museum
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